Wer diagnostiziert Lernstörungen?

 

Lernstörungen können klinische Psychologen mit Hilfe standardisierter Tests diagnostizieren, zusätzlich zu einer umfassenden Persönlichkeitsdiagnostik und kognitiven Überprüfung mittels eines Entwicklungsdiagnostikums („Intelligenztest“), dessen Anwendung dieser Berufsgruppe vorbehalten ist.

 

In Niederösterreich können zur Überprüfung der Schulleistungen über die Bildungsdirektion (vormals Landesschulrat) auch Schulpsychologen und spezielle Lernberater direkt von den Schulen angefordert werden.

 

Standardisierte Testverfahren, die die Konzentration, Teilleistungsbereiche oder die Rechtschreib-, Lese- und Rechenfertigkeiten Ihres Kindes überprüfen, kann und darf ich als Lerntherapeutin aufgrund meiner umfassenden Ausbildung allerdings im gleichen Ausmaß wie Lernberater und Psychologen anwenden, um eine objektive Einschätzung des aktuellen Schulleistungspotenzials abgeben zu können und in weiterer Folge eine adäquate Basis für meinen Förderansatz zu erhalten.

 

Sinnvoll ist es allerdings, vor Beginn einer lerntherapeutischen Intervention eine umfassende psychologische Diagnostik zu absolvieren. Da ich viele Jahre lang die allererste Ansprechperson am Telefon einer kinderpsychologischen Praxis war, weiß ich, dass die Diagnostik betreffend viele elterliche Ängste und Unsicherheiten greifbar sind. Diese sind in der Regel unbegründet, aber ich werde Ihnen den diagnostischen Prozess ganz genau erklären, um Ihnen entsprechende Sicherheit zu vermitteln.

 

Nach erfolgter Diagnostik bespreche ich mit Ihnen die weiteren Schritte und erkläre Ihnen auch ganz genau, was es mit den jeweiligen Erlässen auf sich hat und was dies konkret für Ihr Kind bedeutet. Diese können auch für schulfremde Personen in der jeweils gültigen Form auf der Homepage der Schulpsychologie eingesehen werden.

 

In NÖ ist derzeit an Pflichtschulen der Erlass I-1117/32-2016 für die Lese-Rechtschreibschwäche und der Erlass II-306/1466-2016 für die Rechenschwäche aktuell.

 

Manchmal müssen bei Lernstörungen zusätzlich auch organische Ursachen wie eine visuelle oder auditive Verarbeitungsstörung durch spezielle orthoptistische oder pädaudiologische Untersuchungen ausgeschlossen werden, bzw. fordern manche Schulen (vor allem AHS) auch eine neurologische Zusatzuntersuchung ein, um den C-Erlass zur Anwendung bringen zu können.

 

Bei begründetem Verdacht werde ich Sie an qualifizierte Personen weiter empfehlen und Ihnen entsprechende Kontaktdaten aushändigen.

 

Dies gilt auch, wenn ich das Gefühl habe, dass Ihr Kind Hilfe braucht, die ich ihm nicht geben kann. Denn zur eigenen fachlichen Kompetenz gehört auch das Wissen, wo diese endet. Bei Bedarf vermittle ich Sie daher an geeignete Psychologen, Psychotherapeuten, Förderzentren, Ergotherapeuten, Logopäden, Sonder- und Heilpädagogen,… mit denen ich gut zusammenarbeite.